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20.09.2014 11:05 Alter: 4 Jahre
Kategorie: Leserbriefe & Kommentare

Leserbrief: Wohnen am See - Nein

Ein Bauvorhaben spaltet die Gemeinde Schmerikon. Auf den letzten Quadratmetern Grünfläche in Zentrumsnähe will die Bauherrschaft Ortsgemeinde und EW eine völlig überdimensionierte Wohnbaute erstellen. Stellen sie sich vor, dieses Gebäude wird höher und und doppelt so lang wie das neue Gebäude der Bank Linth, und dies aber an einer extrem heiklen Stelle.


Noch viel schlimmer ist es, wenn man sich die Ansicht von Norden vorstellt: Eine riesige Wand von 85x15,5 m, die extreme Schatten wirft und die für alle Zeiten da stehen bleibt. Absolut vergleichbar mit dem Industriegebäude der Wespe Transport AG. Zusätzlich würde damit eine Enge geschaffen an einem Ort, wo der nationale Veloweg mit seinen vielen Velofahrern und Fussgängern, vor allem aber wo sich die Kinder und Jugendlichen heute ungestört und niemanden störend zusammen mit ihren Familien aufhalten und spielen können. Hier würden Gefahrenherde geschaffen und Streit mit den neuen Anwohnern wäre vorprogrammiert. Die Velofahrer und die Kinder würden verdrängt, wegen der Gefährdung der Fussgänger und dem Lärm.

Statt dieses Riesenklotzes können hier die für die Seeanlage und die Firma Thomann dringend benötigten sauberen Parkplätze geschaffen, der kleine Baumpark erweitert (z.B. mit Biotop) und der Kinderspielplatz erneuert werden. Das Bauvorhaben ist eine bodenlose Verantwortungslosigkeit gegenüber den nachfolgenden Generationen und das Vorgehen der Bauherrschaft mit diesen vielen Flyern mehr als fragwürdig. Und das gebetsmühlenartige Wiederholen der Scheinargumente und Wunschvorstellungen der durch die von der Bauherrschaft instrumentalisierten Leserbriefschreiber werden dadurch auch nicht wahrer. Dieses Land gehört der Öffentlichkeit und muss unverbaut der Nachwelt erhalten bleiben. Schon dieser Betonbunker (Bistro) ist an dieser Stelle eine Zumutung.

Bei diesem Projekt gibt es keine Gewinner. Die Verlierer sind die Kinder, die Öffentlichkeit und die Natur, die auf unsensibelste Art von diesem Ort vertrieben werden. Auch die Erschliessung ist alles andere als optimal.

Ich vertraue auf die verantwortungsvollen Stimmbürger von Schmerikon, dass sie diese Zwängerei ablehnen und bin sicher, dass sie wie beim Angriff auf das Hallenbad und bei der Umzonung Ziegelhof Augenmass beweisen werden. Nehmen Sie unbedingt ihre Rechte wahr und stimmen Sie: Umzonung für Wohnen am See - Nein.

Louis Freuler, Schmerikon



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